Newsletter – März 2020

Lieber Südafrika-Freund

Das Coronavirus COVID-19 hält uns in diesen Wochen in Atem. In Südafrika wurde am 18. März ein Einreiseverbot für Personen aus High Risk-Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und der Schweiz verhängt. Seit letztem Freitag wurde ein «Lockdown» ausgerufen. Es handelt sich um eine weitreichende Ausgangsperre im ganzen Land, die vorerst bis zum 17. April verhängt wurde. Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sind offen, ansonsten ist das ganze Land lahmgelegt. Es wurde zudem ein Alkoholverbot ausgesprochen. Der Plan ist gut und angemessen, die Durchführung ist hier jedoch die grössere Herausforderung. Denn was passiert, wenn sich der Virus in den Townships ausbreitet? Dann dürfte die Pandemie zu einem wahren Flächenbrand werden.

Mauritius hat schon früher reagiert und ausländische Touristen aus Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland nicht mehr ins Land gelassen. Der nationale Lockdown erfolgte am 24. und wurde gestern nun bis vorerst 20. April verlängert.

Glücklich sind wir, dass all unsere Kunden in der letzten Woche in ihre Heimat zurückkehren konnten. Am vergangenen Donnerstagabend, wenige Stunden vor dem Lockdown, sind die letzten nach Deutschland und in die Schweiz geflogen.  Jetzt gibt es keinen nationalen wie auch internationalen Flugverkehr mehr. Das Eidgenössische Auswärtige Amt sowie die Deutsche Bundesregierung haben weitere Rückholaktionen angekündigt. In den kommenden Tagen werden Flüge aus Johannesburg und Kapstadt erfolgen, die gestrandete Touristen aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland sowie ausländische Bürger mit Wohnsitz in den vorweg erwähnten Ländern in ihre Wohnland zurückfliegen werden.

Wir haben entschieden hier in Pinnacle Point zu bleiben und befolgen die Regeln der südafrikanischen Regierung. In den nächsten Wochen stehen Büro-, Haus- und Gartenarbeiten an. Selbstverständlich werden wir das schöne Herbstwetter auf unserer Veranda mit einem guten Buch und einem Glas des hervorragenden südafrikanischen Weines geniessen. Ob wir den Winter hier in Südafrika oder dann den Sommer in Europa verbringen können, wird sich weisen. Wir sind auf jeden Fall guten Mutes und passen auf uns auf.

Trotz allem glauben wir an eine Zeit nach dem Virus und möchten dich auch weiterhin mit inspirierenden Inhalten aus dem Land am Kap versorgen. In diesem Newsletter erzählen wir dir daher von der Green Season zwischen Mai und September. Sie gilt als Nebensaison, was bedeutet, dass dann viele Unterkünfte und Aktivitäten günstiger sind. Aber auch andere Themen wie die Elektrizitätsversorgung, die Verlängerung der West Coast Rock Lobster und anderes sind lesenswert.

In den nächsten Wochen kannst du dich auf  https://www.golfbuddies.co.za/deu/blog/ über aktuelle Blogs zur touristischen Situation in Südafrika und Mauritius informieren.

In diesem Sinne wünschen wir dir eine gute Zeit, pass auf dich auf und bleib gesund.

Ruth & Walter

Deine Golf Buddies

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SÜDAFRIKAS GREEN SEASON – VON MAI BIS SEPTEMBER

In Südafrika kannst du das ganze Jahr hindurch Urlaub machen – hier kannst du zu jeder Zeit (fast) alles erleben. Und doch haben die einzelnen Jahreszeiten ihren ganz besonderen Reiz.

Südafrikas Green Season geht von Mai bis September. In den südafrikanischen Provinzen Limpopo, Northern Cape, KwaZulu-Natal, Mpumalanga, Free State und North West erreichen die Temperaturen oft über 25°, nur die Nächte werden deutlich kühler und liegen durchschnittlich im einstelligen Bereich. Da jetzt die Trockenzeit anbricht, ist es ein perfektes Wetter für Tierbeobachtungen und Outdoor-Aktivitäten. Die „Green Season“ gilt als „Nebensaison“ Südafrikas, jetzt ist alles noch günstiger. Am Westkap und im Eastern Cape ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es regnet und die Temperaturen können hier auch recht herbstlich werden.

Von Mai bis September erwarten dich zusätzlich noch diese Höhepunkte:

In Südafrika kannst du das ganze Jahr über auf Safari gehen. Die Monate Juni, Juli und August gelten aber als die besten Monate für Tierbeobachtungen, da jetzt die Trockenzeit anbricht. Dann versammeln sich viele Tiere um Wasserlöcher, was es einfacher macht, sie zu beobachten.

Zwischen Juli und November kommt der Südliche Glattwal sehr nah an die Küste des Westkaps, vor allem in die Walker Bay in Hermanus. Die ideale Zeit zur Walbeobachtung von Land und von Wasser.

Zwischen August und September verwandelt sich die sonst trockene Halbwüste an der Westküste in einen bunten Blütenteppich – ein einzigartiges Naturschauspiel. Besonders sehenswert: das Namaquala.

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SÜDAFRIKA WILL KÜNFTIG VERSTÄRKT AUF UNABHÄNGIGE STROMANBIETER SETZEN

Kohlekraftwerke stellen in Südafrika das Rückgrat der Energieversorgung dar. Doch angesichts wachsender Probleme setzt ein Umdenken am Kap an. Der Präsident kündigt eine Wende an.

Das bisher überwiegend von Kohlekraftwerken abhängige Südafrika will seinen Energiemix laut Präsident Cyril Ramaphosa künftig breiter aufstellen. Bestehende Begrenzungen für unabhängige Stromanbieter sollen aufgeweicht werden, sagte Ramaphosa in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation. Er gab zu, dass die seit Jahren bestehenden Probleme des hoch verschuldeten Staatsmonopolisten Eskom die Wirtschaft des Kap-Staates schwer geschädigt hätten. Mittelfristig werde die Nation aber vorerst weiter mit regelmäßigen Stromausfällen leben müssen. Ramaphosa hatte seine Rede erst mit anderthalbstündiger Verspätung beginnen können, nachdem sie die linkspopulistische EFF-Partei mit einer Serie von Anträgen zur Geschäftsordnung immer wieder verhindert hatte. Die Sitzung war daher vorübergehend ausgesetzt und erst wieder aufgenommen worden, nachdem die Abgeordneten der Wirtschaftlichen Freiheitskämpfer (EFF) des Saals verwiesen worden waren. Von seiner Rede hatten sich Beobachter Aufschluss darüber erhofft, wie er das Land aus seiner tiefen wirtschaftlichen Krise führen will.

Südafrika befindet sich nicht nur wegen des verheerenden Zustands seiner großen Staatskonzerne – darunter die staatliche Fluglinie SAA oder dem Strommonopolisten Eskom – in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. «Die Wirtschaft ist seit einem Jahrzehnt nicht mehr mit aussagekräftigen Raten gewachsen», gab Ramaphosa zu, der eine Modernisierung der Infrastruktur für die Staatsbahn ankündigte.

Nach jahrelangem ökonomischem Niedergang unter seinem Vorgänger Jacob Zuma versucht er gerade, das Land aus der Misere zu steuern. Die Nation ächzt zurzeit nicht nur unter ihrer Schuldenlast, sondern auch unter den auf Rekordniveau steigenden Arbeitslosen- und Kriminalitätsraten. Zudem sitzt die Bevölkerung immer öfter im Dunkeln, weil dem klammen Strommonopolisten Eskom die Elektrizität ausgeht. Er schaltet daher gezielt den Strom in verschieden Orten für jeweils mehrere Stunden ab, um die Gesamtnachfrage zu drosseln. Diese Stromausfälle («load shedding») bremsen die ohnehin siechende Wirtschaft weiter aus. Eskom sichert etwa 95 Prozent der Stromversorgung Südafrikas ab.

Im Zeichen der Coronavirus-Krise hat Eskom und die Regierung bestätigt, dass während der Ausgangssperre bis zum 17. April es zu keinen Stromabschaltungen, sprich load sheddings kommen wird.

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VERLÄNGERUNG DER WEST COAST ROCK LOBSTER-SAISON ANGEKÜNDIGT

Der Corona Virus machts möglich. Es sollte bald in den Geschäften preiswerteren West Coast Rock Lobster geben.

Das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Fischerei hat eine Verlängerung der West Coast Rock Lobster-Saison angekündigt. Damit sollen Fischer unterstützt werden, die von dem dramatischen Rückgang der Exporte nach China seit dem Ausbruch des Corona-Virus betroffen sind. Neunzig Prozent aller Rock Lobster werden nach China exportiert. Aufgrund des Rückgangs des Exportpreises forderte der Fischereisektor das Ministerium auf, einzugreifen. Ministerin Barbara Creecy sagt, die küstennahe Fischerei am Westkap sei bis Juni verlängert worden, während die Offshore- und Nordkapfischerei bis September fortgesetzt werde. Darüber hinaus hat sich die Abteilung verpflichtet, die Änderung der Genehmigungsbedingungen zuzulassen, damit die Fischer sowohl in der Western Cape Rock Lobster Association als auch im Linefish-Sektor ihren Fang an Wochenenden landen können. Creecy hat die Rechteinhaber aufgefordert, alternative Märkte, einschließlich des lokalen Marktes, zu erkunden und weiterhin gefrorene Schwänze zu exportieren – selbst zu einem niedrigeren Preis als normalerweise für lebenden Hummer.

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FEDERER SIEGT IN KAPSTADT GEGEN NADAL

Roger Federer hat seinen ersten Auftritt in Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter Lynette, positiv gestaltet. So gewann er in Kapstadt den von ihm initiierten «Match in Africa».

Formularende

Natürlich war der sportliche Aspekt nur nebensächlich. Denn: Das «Match in Africa» war ein Benefizspiel, im Vordergrund stand die Stiftung des Schweizers und der Spass. Und den gab es bereits vor dem eigentlichen Start. So konnte Federer im Vorfeld der Partie zusammen mit Bill Gates das Exhibition-Doppel gegen Nadal und Comedian Trevor Noah mit 6:3 für sich entscheiden.

Die Fans waren bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Häuschen. Schliesslich verehren die Südafrikaner den Schweizer wie einen Helden. Roger Federer in Kapstadt, das bedeutet Ausnahmezustand. 51’954 Fans machten daher das WM-Stadion von 2010 für die sechste Ausgabe des «Match for Africa» zugunsten von Federers Stiftung zum Tollhaus und sorgten zugleich für einen Weltrekord. Nie schauten mehr Menschen einem Tennismatch zu. Den alten Rekord von 42’500 hatte ebenfalls Federer bei seinem Exhibition-Spiel gegen Alexander Zverev im November aufgestellt.

Eingenommen wurden 3,5 Millionen Franken – wie die Zuschauerkulisse auch das ein Rekord. Die Einnahmen aus diesem Abend werden in die «Roger Federer Foundation» fliessen. Die Stiftung unterstützt Bildungsprojekte im südlichen Afrika mit dem Ziel, die Bildungsqualität zu steigern. Weiter setzt sie sich dafür ein, von Armut betroffene Kinder in der Schweiz ausserschulisch zu fördern.

Federer selbst kann es kaum glauben. «Ich habe klein angefangen vor 17 Jahren», sagt er. «Niemals hätte ich gedacht, dass ich in einem solchen Stadion Tennis spielen würde. Schon gar nicht mit meiner Stiftung.» Nadal ist gleicher Meinung. Er meinte: «Das heute ist eine grossartige Erfahrung, eine fürs Leben.» Es sei toll, zusammen so einen Abend zu haben. «Dass es dazu noch Geld für Rogers Stiftung gibt, ist umso schöner.»

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LEGEND GOLF & EXTREME 19th – GESCHLOSSEN

Der als 18-Loch-Meisterschaftsplatz konzipierte Golfplatz Legend war der längste Golfplatz Südafrikas und bot allen Golfern die Erfahrung einer echten Herausforderung. Der Platz spielte auf 6.534 Metern, konnte aber für Turniere auf 7.748 Meter verlängert werden, was ihn zu einem der längsten der Welt machte.

Der Weltklasse-Meisterschaftsplatz, der Signature Course, bei dem jedes Loch von einem der führenden Golfer der Welt entworfen wurde, sowie das mit dem Hubschrauber erreichbare inzwischen weltberühmte Extreme 19, das längste und höchste Par 3 der Welt,  bot jedem Golfer ein unvergessliches Golferlebnis.

Das alles ist nun Geschichte. Die Eigentümer-Familie konnte leider keine neuen Investoren finden und haben somit entschieden die Anlage zu schliessen.

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WEINLESE BEGANN MIT OPTIMISMUS

Im Februar hat in Südafrika die Weinlese begonnen und die Winzer rechnen mit einer guten Qualität. Das Land ist der neuntgrößte Weinproduzent der Welt. Das Wetter bereitet aber immer wieder Probleme.

 Erste Berichte der Produzenten deuten auf eine exzellente Qualität hin, heisst es bei “Wines of South Africa». Es ist erst der Auftakt der diesjährigen Lese, aber bei der Marketinggesellschaft für südafrikanische Weine ist man durchaus optimistisch. Dabei kommen die Winzer vom Kap aus einem schwierigen Jahr: Die Exportmenge war 2019 um 24 Prozent auf 320 Millionen Liter gesunken.

Bei Extremwetter mit langer Trockenheit sowie chronischen Stromausfällen im Lande klagten die Winzer in den vergangenen Jahren immer wieder über sinkende Produktionsmengen.

Neben der leicht gesteigerten Produktion von 3% zogen 2019 auch die Preise etwas an, das brachte manchen Winzer in die Pluszone zurück. Bei einer Verbandsstudie gaben 28 Prozent der 260 befragten Winzer an, im Vorjahr einen Gewinn erzielt zu haben – 2015 waren es gerade mal 15 Prozent.

Das Weinanbaugebiet Südafrikas liegt überwiegend rund um Kapstadt und hat eine Größe von etwa 93 000 Hektar. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt rund 290 000 Menschen und kam zuletzt auf einen Umsatz von umgerechnet 2,2 Milliarden Euro.

Wie sich der Verkauf nach der Corona-Virus-Krise entwickeln wird, steht momentan in den Sternen geschrieben.