Newsletter – Mai 2020

Lieber Südafrika-Freund

Es gibt nur noch ein Thema das derzeit die Welt beschäftigt und das heisst Corona. Nachdem in Europa die Lockerungen überraschenderweise schneller als erwartet in Gang gesetzt wurden, wird der Lockdown in Südafrika weiterhin aufrechterhalten. Wir stehen am Tag 50 der Ausgangssperre. Zwar wurden seit dem 1. Mai gewisse Vereinfachungen des täglichen Lebens eingeführt, doch wird die neue Normalität hier noch sehr lange auf sich warten lassen.

Wir dürfen uns nun morgens zwischen 6 und 9 Uhr sportlich betätigen. Das heisst laufen, joggen oder Rad fahren – aber alles nur in einem Umkreis von maximal 5 km vom Wohnort und eigentlich müssten wir eine Maske oder einen Gesichtsschutz tragen. Um 07h15 geht bei uns die Sonne auf und das ist jeweils der Startschuss für unsere Golfrunde ohne Schläger und Bälle. Nach einer Laufstrecke von 8.2km mit rund 12’700 Schritten und durchschnittlich 74 Stockwerken sind wir dann jeweils um 9 Uhr wieder zuhause und geniessen nach getaner Arbeit unser reichhaltiges Frühstück.

Mit der Ankündigung des Lockdowns vom 27. März und der Schliessung der Landesgrenzen hat sich bei uns geschäftlich vieles verändert.  Einerseits sind praktisch alle getätigten Buchungen für die kommende Sommer-Golfsaison am schönsten Ende der Welt storniert worden. Andererseits versteht es sich, dass man sich im aktuellen Umfeld noch nicht auf eine Reise im Herbst/Winter 2020/21 festlegen will. Dies sicherlich, weil Langstreckenflüge wohl oder übel die letzten Transportmöglichkeiten sein werden, die ausgeführt werden können. Sollte sich das Zeitfenster der Lockerungen im südlichen Afrika schneller bewegen als wir es derzeit erleben, dann freuen wir uns natürlich wieder auf Deine Anfrage und Buchung.

Qatar Airways führt ab Johannesburg derzeit einige Repatriierungsflüge nach und von Südafrika aus. Wir waren auf dem Flug vom 14. Mai gebucht, der leider annulliert wurde. Die Zusammenarbeit der beiden Regierungen hat zu einigen Annullationen geführt. Neu sind wir nun auf den 28. Mai vorgesehen und hoffen, dass wir den Sommer in Europa erleben dürfen. Über die Odyssee mit der Fahrt nach Johannesburg und den Sicherheitsmassnahmen, die vor dem Abflug getätigt werden, berichten wir dann gerne im kommenden Newsletter.

Freue dich auf die Natur und geniesse die Freiheit wieder Golf spielen zu können.

Ruth & Walter

Deine Golf Buddies

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

SOUTH AFRICAN AIRWAYS IST GESCHICHTE – DOCH WIRD BEREITS AN EINER NEUEN AIRLINE GEBASTELT

South African Airways (SAA) ist am Ende. Das südafrikanische Ministerium für Staatsbetriebe hat informiert, dass die alte Airline fallen gelassen wird – und plant bereits den Aufbau einer neuen nationalen Airline, welche kleiner und insbesondere profitabler sein soll. Dazu sucht man aktuell private Investoren, obwohl der Staat auch weiterhin eine tragende (finanzielle) Rolle spielen wird. Einen Zeitplan und weitere Details für den Neustart gibt es bislang nicht.

Als Vorbild der neuen Fluggesellschaft gilt der Fall Swissair, die mit der Verschmelzung der Crossair zur Swiss firmierte. Hier könnte es die Verschmelzung mit der «Airlink» zur neuen noch nicht benannten Fluglinie werden.

Klar ist, dass für die Abwicklung der alten SAA rund 2,2 Milliarden Rand (rund 115 Millionen Franken) bereitgestellt werden, etwa für Abfindungspakete. Die Arbeitsverträge aller Angestellten von South African Airways werden aufgehoben.

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

AUCH AIR MAURITIUS IST PLEITE

Der Nationalfluggesellschaft des Inselstaates Mauritius geht aufgrund der Corona-Krise das Geld aus. Seit Anfang April sind die Grenzen zum Land dicht, weshalb auch Air Mauritius die Arbeit weitgehend stilllegen musste. Dadurch fallen alle Einnahmen weg. Die Fluggesellschaft wurde zahlungsunfähig und hat nun Insolvenz angemeldet. Aussicht darauf, wann sich die Situation ändert, gibt es nicht, man wolle die Fluggesellschaft aber dennoch sanieren. Bis zur Coronavirus-Krise hatte Air Mauritius auch eine Schweizer Verbindung im Angebot: Die Airline verkehrte zwischen Mauritius und Genf.

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

DREI PINGUINE EROBERN KAPSTADT

Es ist ruhig geworden in der von Touristen normalerweise gut besuchten Metropole Kapstadt. Doch aktuell herrscht grösstenteils eine Ausgangssperre für die Bevölkerung. Drei Brillenpinguine machen sich diese Leere nun Zunutze und stolzieren erhobenen Hauptes durch die Strassen eines Vorortes. Mehrere Einwohner haben das fröhliche Trio gefilmt und die Aufnahmen auf Social-Media-Plattformen veröffentlicht.

Klick einfach auf den Link und Du kannst die Drei stolzieren sehen: https://www.facebook.com/SANCCOBSavesSeabirds/videos/645862186195238/

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

ARABELLA HOTEL, GOLF & SPA UNTER NEUER FÜHRUNG

Das bekannte Gastgewerbeunternehmen Tsogo Sun Hotels hat ab dem 1. April 2020 die Führung des Arabella Hotel, Golf & Spa in Kleinmond übernommen,

Das Hotel mit 145 Zimmern liegt im Herzen der Biosphäre Kogelberg und bietet zusammen mit dem Golfplatz, der in den Top 10 der nationalen Rangliste steht, ein ideales Ausflugsziel.

Das von der Familie Schörghuber (Paulaner Bier) 1999 erbaute Hotel hat schon einige Managementwechsel hinter sich. Nach Sheraton war African Pride an der Reihe ehe die Protea Gruppe und letztendlich auch noch die amerikanische Mariott versuchten den langen Leidensweg des Hotels aufzuhalten.

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

DIE ERWARTETE KATASTROPHE IST BISLANG AUSGEBLIEBEN

Viele afrikanische Staaten haben in das Gesundheitswesen investiert, um Covid-19 in den Griff zu kriegen.

Als in den Armenvierteln von Johannesburg 1904 die Beulenpest ausbrach, nutzte die weisse Regierung die Seuche, um das umzusetzen, was sie ohnehin vorhatte: Sie brannte die Hütten in den Armenvierteln nieder und deportierte die schwarze Bevölkerung an den Stadtrand – es war die Geburtsstunde von Soweto, dem grössten Township Südafrikas. Als 14 Jahre später die Spanische Grippe wütete, wurden noch mehr Menschen an den Rand gedrängt. Die schwarzen Bewohner stellten ein Gesundheitsrisiko dar, behauptete die weisse Regierung.

Etwas mehr als hundert Jahre später liegen die Dinge eher umgekehrt, Corona kam als eine Krankheit der Reichen nach Südafrika, die es vom Skifahren in Italien mitbrachten aber vor allem ihresgleichen ansteckte. Das Erbe der Apartheid-Geografie wirkt sich bis heute aus. Die räumliche Trennung zwischen Arm und Reich und der schnell eingeführte Lockdown seien womöglich ein Grund, warum sich das Coronavirus in Südafrika bisher lang nicht so rasch ausgebreitet habe, wie viele düstere Prognosen vor einem Monat noch vorhergesagt hatten.

Bill Gates’ Fehlprognose

Es sind Zahlen, die zu vorsichtigem Optimismus Anlass geben, so wie in anderen afrikanischen Ländern auch. Mehr als zehn Millionen Tote prophezeite Bill Gates dem Kontinent, wenn nicht rasch gehandelt werde. Fast zwei Monate später sind es knapp über 2000 Todesfälle.

Die niedrigen Zahlen liegen zum einen daran, dass in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo oder Somalia viel zu wenig getestet wird und das Virus hier später eintraf als in Europa. Viele Staaten nutzen aber die Zeit. Afrikanische Länder haben sehr radikale Schritte unternommen, Grenzen geschlossen und das öffentliche Leben eingeschränkt. Noch ist es aber zu früh, um Entwarnung zu geben. Zwei Studien aus den USA und Spanien lassen Gesundheitsexperten vorsichtig hoffen, dass Menschen mit HIV nicht stärker von Corona betroffen sein könnten. In Südafrika allein leben 2,5 Millionen HIV-Positive, die nicht regelmässig Medikamente nehmen.

Schweizer Experte «eher zuversichtlich»

Viele Länder haben in den vergangenen Wochen einiges getan, um ihre Gesundheitssysteme zu verbessern. Als das Virus auf dem Kontinent eintraf, waren nur Senegal und Südafrika in der Lage, Menschen darauf zu testen, heute ist das in fast allen 49 Ländern Sub-Sahara-Afrikas möglich. Senegal will bald einen Test einführen, der in zehn Minuten Ergebnisse bringt, in Kenia produzieren Fabriken Zehntausende Masken am Tag, Somalia hat das erste selbst gebaute Beatmungsgerät vorgestellt, in Südafrika wurde mit einer Serienproduktion begonnen. Christian Lengeler vom Schweizer Tropeninstitut ist eher zuversichtlich, was die Covid-19- Mortalität in Afrika angeht. Mortalität in Europa ist extrem altersbedingt. Man kann wirklich sagen, dass bei den unter 60 jährigen nicht viel passiert. Während in der Schweiz 18,7 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre ist, seien es im afrikanischen Durchschnitt gerade mal 2 Prozent. Das mache Hoffnung.

Gleichwohl weist auch Lengeler auf die enormen wirtschaftlichen und sozialen Kosten hin, die in vielen afrikanischen Ländern durch die drastischen Massnahmen entstanden sind. Millionen Händler, Tagelöhner, Köche und Fahrer in der informellen Ökonomie haben ihre Arbeit verloren. In einem Vorort von Johannesburg standen Bedürftige am Freitag in einer vier Kilometer langen Schlange für Essenspakete. Es bleibt zu hoffen, dass sich afrikanische Regierungen bald dazu durchringen, ihre eigenen Empfehlungen auszuarbeiten, und nicht diese aus dem Norden zu übernehmen.

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

SÜDAFRIKAS WIRTSCHAFT IN LEBENSGEFAHR

Verschiedene Kunden haben uns einen Artikel von Wolfgang Drechsler in der Finanz & Wirtschaft von vergangener Woche zukommen lassen. Dieser wiederspiegelt die Situation der tiefsten Wirtschaftskrise Südafrikas seit Jahrzehnten. Doch die Regierung lässt reformerischen Elan vermissen.

Solltest Du diesen Bericht, der die aktuelle Situation genau so beschreibt wie wir es hier vortreffen und erleben, noch nicht gelesen haben, laden wir Dich gerne ein dies mit einem Klick auf den untenstehenden Link nachzuholen.

https://www.fuw.ch/article/suedafrikas-wirtschaft-in-lebensgefahr/