Newsletter – Juni 2020

Lieber Südafrika-Freund

Das südliche Afrika hat die Massstäbe zur Bekämpfung der Corona-Krise weitaus drastischer angesetzt als dies für Europa der Fall ist.

Südafrika hat verschiedene Sperrmassnahmen durch eine risikoangepasste Strategie zur Lockerung der Restriktionen und zur Öffnung der Wirtschaft und anderer Aktivitäten über 5 Alarmstufen durchgeführt. Derzeit befindet sich das Land in der Alarmstufe 3. Was heisst das: die Wirtschaft wurde wieder angekurbelt – dies trotz einer aktuellen Arbeitslosigkeit von rund 50% – , alle Geschäfte sind geöffnet, Alkohol darf verkauft werden, Zigaretten sind hingegen nur auf dem Schwarzmarkt – vor dem Lockdown lag das Paket bei rund CHF/EUR 2.00, heute bei rund CHF/EUR 8.00 –  erhältlich, die Leute dürfen sich nun von morgens 5Uhr bis abends 20Uhr frei bewegen, die Strände wie auch die Golfplätze bleiben aber weiterhin geschlossen, die Coiffeur-Salons und die Nagel-Studios dürfen weiterhin keine Kunden empfangen – Osteopathen, Chiropraktiker, Physiotherapeuten und Schönheits-Chirurgen arbeiten bereits seit dem 1. Mai wieder -, Inlandflüge für berufliche Zwecke werden diese Woche wieder aufgenommen. Und was passiert mit den Grenzen und den Langstreckenflügen?

Mauritius hatte insgesamt 322 infizierte Personen wovon 10 gestorben sind. Seit Wochen gibt es keine Neuinfektionen wie auch keine aktiven Fälle mehr. Seit dem 1. Juni ist der Lockdown beendet. Mauritius unternimmt alles um den internationalen Tourismus so rasch als möglich wieder zum Laufen zu bringen.

Unser heutiger Newsletter beschäftigt sich über unsere Rückreise in die Schweiz, wo wir ein Stück persönliche Freiheit haben zurückgewinnen können und natürlich mit der Öffnung der Grenzen und dem Start des internationalen Tourismus.

Jetzt wünschen wir Dir einen schönen Sommer und gehen davon aus, dass Du die Schönheiten Deines Heimatlandes erkundigen wirst.

Ruth & Walter

Deine Golf Buddies

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

ZURÜCK IN DER SCHWEIZ

Am 27. Mai begann unsere Rückreise. Morgens um 5Uhr starteten wir – Pia und Ruedi vom Classicalview Guesthouse in Danabay und Holger und Ulrike vom Fancourt Estate in George – unsere Busreise nach Pretoria. Am Steuer sassen Duran und Shaun, unsere beiden erfahrenen Chauffeure. In der Karoo war es am Morgen kalt. Auf der Temperaturanzeige konnten wir 3 Grad ablesen. An vielen Orten lag noch etwas Schnee und auf 1781müM war die Fahrbahn noch etwas eisig. Für uns ein noch nie gesehenes Schauspiel im südlichen Afrika.

Bei der Durchfahrt der verschiedenen Provinzen wurde man auf Temperatur getestet und die persönlichen Informationen schriftlich festgehalten. Unser VW Crafter-Bus hatte eine Maximalgeschwindigkeit von lediglich 100km/h. Mit den verschiedenen Stopps dauerte unsere Fahrt insgesamt 18 Stunden ehe wir im Hotel in Pretoria einchecken konnten. Auch hier wieder das gleiche Prozedere: Temperaturmessung und Festhalten der persönlichen Informationen.

Am Donnerstag, 28. Mai genossen wir alle zusammen das Frühstück und diskutierten bis zu unserem Transport zur Botschaft von Qatar über unsere Erlebnisse in diesem wunderschönen Land. Bei der Botschaft angekommen standen links und rechts der Strasse viele Menschen mit Masken und Schutzhandschuhen aus allen Herren Länder. Wiederum wurde Temperatur gemessen und die Kontrolle geführt ob man für den Flug angemeldet ist oder nicht. Zudem musste auch noch ein grosser Fragebogen über den persönlichen gesundheitlichen Zustand ausgefüllt werden. Nach 2 Stunden brachte uns die von der Botschaft organisierte Karawane von 12 Reisebussen zum internationalen Flughafen von Johannesburg. Dieser war wie alle Flughäfen Südafrikas geschlossen. Der Flughafen wurde von Militär und Polizei bewacht. Die Ausnahme für einen Repatriierungsflug wurde an mehreren Kontrollpunkten überprüft.

Wir waren sehr überrascht über die Behandlung nach dem Aussteigen aus dem Bus. Das Gepäck (inklusive Handgepäck) musste in einer Reihe in der Mitte der Strasse identifiziert und aufgestellt werden. Die Passagiere mussten in einem Abstand von 2 Metern hinter dem Strassenrand stehen. Wenn jemand einen Schritt von der Bordsteinkante zur Strasse machte, erhielt er den Befehl, hinter die Bordsteinkante zu treten.

Es dauerte eine Weile, bis der Spürhund das ganze Gepäck beschnüffelt hatte.

Nach erneuter Überprüfung der Pässe und der Dokumente für das Rückführungsprogramm betraten wir schliesslich den internationalen Flughafen von Johannesburg, der neben unserer Gruppe völlig leer war…. und sehr kalt.

Obwohl die Maschine rechtzeitig aus Doha angekommen war, verzögerte sich unser Abflug um 3 Stunden, weil das Gepäck manuell in die Maschine geladen werden musste. Alle Förderbänder und Transporthilfen standen natürlich still. Dann endlich startete das Boarding und es entwickelte sich bei uns langsam ein Gefühl der Freiheit.

Der erste Eindruck im Inneren des Flugzeugs war aber doch sehr irritierend: Die Kleidung der Flugbegleiter war nicht die burgunderrote Uniform von Qatar Airways…. Sie sahen aus wie das Intensivpflegeteam eines Krankenhauses.

Die Service-Qualität des “Intensivpflegeteams” war hingegen ausgezeichnet und wurde dem Standard dieser Fluggesellschaft mehr als gerecht. Das war dann auch auf dem Anschlussflug von Doha nach Zürich der Fall.

In der Schweiz angekommen, genossen wir vom ersten Moment die Zurückgewinnung unserer persönlichen Freiheit, waren wir doch in den letzten 2 Monaten praktisch im modernen Gefängnis eingesperrt.

Trotz allem freuen wir uns in der neuen Normalität auch wieder zurück nach Südafrika zu fliegen und sind gespannt ob unsere vorgesehene Rückreise Ende Oktober wie geplant vonstatten gehen wird.

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

SÜDAFRIKAS TOURISMUS-AKTIVITÄTEN ÖFFNEN SICH

Südafrika wurde von wichtigen COVID-19-Experten weltweit dafür gelobt, dass es die Pandemie wirksam bekämpft und somit die Infektionen verlangsamt.

Als die risikobereinigte Strategie mit den 5 Alarmstufen im März erstmals eingeführt wurde, wurde der Tourismussektor auf Alarmstufe 1 gesetzt, wobei einige Operationen auf Alarmstufe 2 zulässig waren. In den letzten Wochen wurde jedoch viel beratende Arbeit geleistet und der Schwerpunkt auf die De-Risikoeindämmung des Sektors und die Einführung von Gesundheits- und Betriebsprotokollen für die Sicherheit aller Touristen und Angestellten gelegt. Diese wurden mit Massnahmen verglichen, die weltweit eingeführt werden.

Im Anschluss an branchenweite Verpflichtungen hat sich die südafrikanische Regierung unter der Leitung von Präsident Ramaphosa und der Privatwirtschaft verpflichtet, auf eine schrittweise Wiedereröffnung des Sektors, beginnend mit Stufe 3, hinzuarbeiten.

In seiner jüngsten Ansprache an die Nation kündigte Präsident Ramaphosa an, dass die Alarmstufe für das ganze Land mit Wirkung vom 1. Juni 2020 von Stufe 4 auf Stufe 3 gesenkt wird.

Daher hat sich der Inlandstourismus für Geschäftsreisen und andere begrenzte Aktivitäten geöffnet, wobei ein Teil des Inlandsflugverkehrs zu Geschäftszwecken erlaubt ist. Zusammen mit den globalen Trends wird erwartet, dass in Südafrika der Inlands- und Geschäftsreiseverkehr die Erholung anführen wird, gefolgt von regionalen und internationalen (Langstrecken-)Reisen.

Da mehr Daten zur Verfügung stehen und in Südafrika mehr Sicherheits- und Gesundheitsmassnahmen eingeführt werden, werden die Auswirkungen von COVID-19 auf das Land aktualisiert und verfeinert. Es ist daher äusserst wichtig zu verstehen, dass es regelmässig Änderungen gibt. Daher werden die Phasen der Wiedereröffnung des Tourismussektors regelmässig überprüft und überarbeitet

Wir freuen uns darauf, wieder Touristen aus der ganzen Welt willkommen zu heissen und unser schönes Land, das sich landschaftlich reizvoller Landschaften und einer grossen Vielfalt an lebensbereichernden Erfahrungen rühmt, mit einem hervorragenden Service zu teilen. In Südafrika rechnet man für Ende Juli/anfangs August den Höhepunkt der Pandemie erreicht zu haben.

Der Tourismus gilt als eine der grössten Einnahmequellen Südafrikas. Die Sommer-Hochsaison dauert von September bis März und macht 60% des Jahresgeschäfts für den Tourismus aus. Die Natur des internationalen Einreisetourismus ist so beschaffen, dass es zwischen der Buchung und Reise eine lange Vorlaufzeit gibt.

Der Einreiseverkehr beschäftigt über 375.000 Menschen in Südafrika und trägt 8,7% zu den Exporten bei. Es wird geschätzt, dass im Tourismussektor bereits über 40.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind, und es ist entscheidend, die verbleibenden zu erhalten. Es gibt auch erhebliche Auswirkungen auf andere Teile der Wirtschaft, da der internationale Tourismus und Reiseverkehr nicht offen sind. Dies wird sich auch auf den Status Südafrikas als regionale Drehscheibe und führendes afrikanisches Reiseziel auswirken, sollten die Nachbarländer und die Konkurrenten ihre Grenzen schneller öffnen.

Autovermietungen gehören zu den Reisedienstleistungen, die bereits wieder geöffnet wurden. Andere Teile des Marktes sind jedoch von der Abriegelung hart getroffen worden. Der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen ist in den an die Parks angrenzenden Gemeinden bereits deutlich spürbar, und die direkten Auswirkungen auf den Naturschutz durch geringere Einnahmen und geringere Unternehmensausgaben sowie die indirekten Auswirkungen durch die zunehmende Umweltkriminalität sind potenziell verheerend.

DESHALB GLAUBEN WIR, DASS DIE ÖFFNUNG DER GRENZEN IM HERBST 2020 ERFOLGEN MUSS/WIRD.

Auf jeden Fall werden wir im Verlaufe der nächsten Wochen Näheres darüber erfahren und Dich natürlich umgehend wissen lassen.

ANMERKUNGEN:

Nach Angaben der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) haben derzeit 75% aller Reiseziele weltweit (163 Destinationen) ihre Grenzen für den internationalen Tourismus vollständig geschlossen.

Die UNWTO fügte auch hinzu, dass die Aussichten für das Jahr seit dem Ausbruch mehrmals nach unten korrigiert wurden und die Unsicherheit weiterhin dominiert. Diese hängen von der Geschwindigkeit der Eindämmung, der Dauer der Reisebeschränkungen und der Schliessung der Grenzen ab.

Die folgenden Szenarien weisen auf mögliche Rückgänge der Ankünfte um 58% bis 78% für das Jahr hin:

– Szenario 1 (-58%) auf der Grundlage der schrittweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Lockerung der Reisebeschränkungen Anfang Juli

– Szenario 2 (-70%) auf der Grundlage der schrittweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Lockerung der Reisebeschränkungen Anfang September

– Szenario 3 (-78%) basiert auf der schrittweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Lockerung der Reisebeschränkungen erst Anfang Dezember

Lesen Sie den nächsten Artikel unten

MAURITIUS GILT ALS SICHERES ZIEL IM HINBLICK AUF COVID-19

Mauritius bereitet sich aktiv darauf vor, Touristen und Reisende sehr bald willkommen zu heissen. Es wird alles getan, um sicherzustellen, dass dies unter den besten sanitären Bedingungen geschieht, insbesondere wegen des COVID-19. Der World Travel and Tourism Council (WTTC), die oberste Behörde, die das Reise- und Tourismuswesen in der Welt vertritt, hat soeben die Bemühungen der Tourismusbehörde von Mauritius anerkannt, die eine Reihe von obligatorischen Gesundheitsmassnahmen zur Aktivierung der touristischen Erholungsaktivitäten umgesetzt hat.

Dem WTTC gehören mehr als 200 CEOs, Präsidenten und Direktoren der weltweit grössten Reise- und Tourismusunternehmen aus allen Regionen und Branchen an. Das WTTC ist bestrebt, den Reise- und Tourismussektor als einen der grössten Wirtschaftssektoren der Welt zu fördern, der weltweit jeden zehnten Arbeitsplatz (330 Millionen) unterstützt und 10,3% des globalen BIP erwirtschaftet. In den letzten 30 Jahren hat das WTTC in 185 Ländern Untersuchungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Reisen und Tourismus durchgeführt.

Seit dem 26. April wurden in Mauritius keine lokalen Fälle von COVID-19 mehr registriert. Dies veranlasste die Regierung, ab dem 31. Mai die sanitären Sperren aufzuheben. Dieser Erfolg der populärsten touristischen Destination im Indischen Ozean ist der Regierung zuzuschreiben, die ab Januar eine Reihe von Massnahmen einleitete, um der Entwicklung der Pandemie-Situation in der Welt zu folgen. Nach der schrittweisen Schliessung der Grenzen, der Anwendung strenger Eindämmungsmassnahmen und der Isolierung der Kranken, gefolgt von intensiver Kontaktverfolgung und Tests, geht das Land nun in eine neue Phase, während es darauf wartet, bald die ersten Besucher zu empfangen.

Die ersten Hotels haben angekündigt Ende Juni zu öffnen. In einigen Hotels wird kräftig renoviert und bis anfangs August dürften wohl praktisch alle Häuser ihre Pforten wieder geöffnet haben. Wir sind positiv gestimmt, dass im Juli die Grenzen geöffnet werden und somit der internationale Tourismus wieder in Gang kommt.