Newsletter – Juli 2020

Liebe Südafrika-Freunde

Vor 119 Tagen hat der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa den Lockdown ausgerufen. Er legte seinem Volk nach Rücksprache mit Experten einen 5-Stufenplan für den stufenweisen Ausstieg aus dem Lockdown vor.

Trotz ansteigender Infektionszahlen steht man seit dem 1. Juni nun auf Stufe 3. Im gesamten Land sind somit fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten wieder erlaubt. Dennoch gibt es weiterhin einige Restriktionen. Das Tragen von Schutzmasken ist in öffentlichen Räumen vorgeschrieben. Museen bleiben geschlossen. Strände, öffentliche Parks, Sportplätze, Fitnesscenter und Schwimmbäder (Ausnahme Profisportler) bleiben geschlossen. Der Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakerzeugnissen bleibt weiterhin untersagt. Restaurants dürfen ihre Gäste wieder bewirten, der Ausschank von Alkohol ist jedoch nicht gestattet. Sport kann man von 6Uhr morgens bis 18Uhr abends ausüben, dazu gehört seit dem 13. Juni auch das Golfen.

Zudem wurde am Sonntag vor einer Woche bei einer weiteren Ansprache des Präsidenten bekannt, dass der Verkauf und die Distribution von Alkohol per sofort eingestellt und eine Ausgangssperre von 9Uhr abends bis 4Uhr morgens eingeführt werde. Dadurch will man die Belegung der Spitalbetten entlasten und diese den Infizierten überlassen.

Der internationale Flugverkehr bleibt weiterhin stark eingeschränkt und es ist daher vorläufig keine Einreise nach Südafrika möglich. Nur wenige Guesthouses und Hotels haben ihre Türen geöffnet, müssen aber die strikten Richtlinien und Rahmenbedingungen befolgen. Nationale Flüge wurden auf Stufe 3 wieder aufgenommen, jedoch nicht für touristische Zwecke.  Der einheimische Tourismus wird per anfangs September wieder aufgenommen.

Auch wenn wir hören, dass es Bestrebungen gibt, die Grenzen im September/Oktober wieder zu öffnen, müssen zuerst die Rahmenbedingungen bekannt sein bevor der Touristenstrom wiedereinsetzen wird. Wir hoffen natürlich, dass die neue Normalität in Südafrika im Herbst dieses Jahres einsetzen wird, verstehen aber, dass viele unserer Südafrika-Freunde sich wegen den weiterhin stark steigenden Infektionszahlen und den damit verbundenen Unsicherheiten von lokalen Veränderungen des Lockdown-Prozederes mit einer Reise ins südliche Afrika zuwarten.

Mauritius wird seine Grenzen wohl anfangs September öffnen. Viele der Hotels – ein grosser Teil hat die Öffnung ab August bekannt gegeben – haben die Zeit genutzt um Renovationen zu tätigen.

Wir bleiben weiterhin am Ball und werden Dich auch in den Sommermonaten laufend über das Aktuellste informieren.

Wir wünschen Dir einen tollen Sommer und geniesse Dein Heimatland mit viel Golf und anderen sportlichen Aktivitäten. Du wirst von der Schönheit Deiner Heimat überrascht sein.

Ruth & Walter

Deine Golf Buddies

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SÜDAFRIKA – ERNEUTE LEITZINSSENKUNG

Diese Nachricht wird insbesondere Südafrikaner oder auch Ausländer freuen, welche sich Geld von der Bank geliehen haben, egal ob für ein Haus, Auto oder sonstiges.

Die jüngste Senkung der Repro-Rate um 50 Basispunkte bringt sie auf den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren. Dies ist die vierte Kürzung in diesem Jahr. Die Entscheidung, die Repro-Rate auf 3,75% zu senken, ist ein klarer Hinweis auf die Schwere des Virus und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Der Zinssatz für Wohnungsbaudarlehen ist auf 7,25% gesenkt. Das verschafft den südafrikanischen Verbrauchern die dringend benötigte wirtschaftliche Erleichterung.

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BRITISH AIRWAYS FRANCHISE-AIRLINE COMAIR GEHT IN DIE INSOLVENZ

Die südafrikanische Fluggesellschaft Comair musste aufgrund der aktuellen Situation den Gang in die freiwillige und selbstverwaltete Insolvenz antreten, mit dem Ziel, “die Fluggesellschaft als ein nachhaltiges Unternehmen umzustrukturieren”. Comair operiert als Franchise-Fluggesellschaft von British Airways auf südafrikanischen Inlandsflügen und bietet ausserdem Flüge unter der eigenen Günstig-Airline “Kulula” an.

Bereits seit dem 17. März hat Comair keine Flüge mehr durchgeführt und letzte Woche ging die Airline auch nicht mehr davon aus, frühestens vor Oktober den Flugbetrieb wieder aufzunehmen. 

Derzeit sind einige Flugplätze für den offiziellen Geschäftsverkehr geöffnet worden, unter anderem auch Skukuza. Es fragt sich nur, welcher Geschäftsmann dorthin beruflich unterwegs sein wird!

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RESTAURANT DES JAHRES KÄMPFT UMS ÜBERLEBEN

Wolfgat, das Restaurant des Jahres am Westkap, hat Probleme, über Wasser zu bleiben, obwohl es dieses Jahr vor Beginn des Lockdowns eines der beliebtesten Restaurants war. Das malerische Strandrestaurant mit 20 Plätzen in Paternoster hat, wie eine Reihe anderer berühmter Restaurants aufgrund der Auswirkungen des südafrikanischen Lockdowns Probleme.

Chefpatron Kobus van der Merwe sagte gegenüber TimesLIVE, dass die Coronavirus-Pandemie das Team, einschliesslich sich selbst, schwer getroffen habe und dass die Zukunft des Restaurants ungewiss sei. „Es ist die Unsicherheit darüber, was vor uns liegt, und am schwierigsten zu bewältigen ist. Werden wir überleben – werden wir uns erholen? “Im Moment tun wir alles, um so lange wie möglich über Wasser zu bleiben.”

Wolfgat steht vor der Herausforderung, sein einzigartiges, saisonales und frisch zubereitetes Menü zum Mitnehmen anzubieten. Da Wolfgats Gerichte normalerweise auf handgefertigtem, einzigartigem Geschirr präsentiert werden, besteht eine weitere Herausforderung darin, Mahlzeiten zum Mitnehmen nachhaltig zu verpacken. Das Restaurant hat seitdem geteilte Kartons für die Lieferung hergestellt. Dieses ungewöhnliche Angebot bietet frische Zutaten, die in verschiedene Bereiche innerhalb einer Schachtel unterteilt sind. Die Boxen tragen den einzigartigen rohen Charme des Restaurants und sind so gestaltet, dass sie die natürlichen Landschaften widerspiegeln, aus denen die meisten Zutaten stammen.

Jede Schachtel enthält Anweisungen, wie Sie eine Mahlzeit mit den frischen Zutaten in der Schachtel zubereiten, das darin zubereitete Gericht erneut erhitzen oder den letzten Schliff hinzufügen, je nachdem, welches Gericht Sie wählen.

Obwohl die Resonanz auf die Hindernisse positiv war, ist noch viel mehr erforderlich, um dieses einzigartige Restaurant an der Westküste offen zu halten.

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FINANZMINISTER TITO MBOWENI HAT SEINEN KORRIGIERTEN HAUSHALT VORGELEGT

Afrikas zweitgrösste Volkswirtschaft dürfte dieses Jahr um 7,2 Prozent schrumpfen. Das ist die grösste Schrumpfung seit fast 90 Jahren. Der Kap-Staat erlebt zurzeit verheerende Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf die Wirtschaft, die sich schon vor der Virus-Krise in der Rezession befand. Millionen Menschen kämpfen ums Überleben, die Armut ist in wenigen Wochen dramatisch angewachsen. Allein für die Antwort auf die Herausforderungen durch die Corona-Krise will der Staat auf den internationalen Kapitalmärkten sieben Milliarden Dollar aufnehmen.

Mboweni bereitete das Land auf Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen vor. Bei der Vorstellung des Nachtragshaushalts warnte er, bis zum Ende des Finanzjahres dürfte die Schuldenlast auf knapp 82 Prozent des Bruttosozialprodukts anwachsen. Ohne sofortiges Handeln droht dem Land eine Schuldenkrise, wie sie Deutschland in den 1920er Jahren erlebt habe. Dem Staat dürften in diesem Jahr 300 Milliarden Rand (15,4 Mrd Euro) an Steuereinkommen fehlen. Anders als noch in seiner Haushaltsrede im Februar geht er jetzt von einem mehr als verdoppelten Budgetdefizit von 15,7 Prozent aus.

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GRENZEN AB SEPTEMBER WIEDER OFFEN?

Der Tourism Business Council von Südafrika (TBCSA) hat sich für eine frühere, schrittweise Wiedereröffnung an den Grenzen Südafrikas eingesetzt.

Tourismusminister Mmamoloko Kubayi-Ngubane kündigte vor Wochen an, dass internationale Touristen möglicherweise erst im nächsten Jahr wieder aufgenommen werden, da eine schrittweise Wiedereröffnung des Sektors zunächst vom Inlandstourismus und anschliessend vom regionalen Tourismus abhängen wird.

TBCSA möchte jedoch bereits im September 2020 eingehende internationale Touristen wieder willkommen heissen.

Südafrika verfolgt eine risikoadjustierte Strategie, die auf Sperrniveaus und nicht auf Daten basiert. Diese Niveaus werden gemäss den relevanten epidemiologischen Fakten definiert – Teile des Reise- und Tourismussektors wurden in Abhängigkeit von ihrem Risikoprofil und der Verbreitung von COVID-19 in Südafrika für die Rückkehr in den Niveaus 2 und 1 vorgesehen. Die Aufnahme von Geschäftsreisen in Level 3 darf als Ergebnis einer erfolgreichen Lobbyarbeit für die frühere Wiedereröffnung dieses kritischen Sektors gesehen werden.

Die Sommerhochsaison dauert von September bis März und macht 60% des jährlichen Tourismusgeschäfts aus. Der internationale Inbound-Tourismus ist so beschaffen, dass man zwischen der Buchung und der Reise lange Vorlaufzeiten hat.

Der Inbound-Tourismus beschäftigt in Südafrika über 375.000 Menschen und trägt 8,7% zu den Exporten bei. Es wird geschätzt, dass im Tourismussektor bereits über 40.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind, und es ist wichtig, die verbleibenden Arbeitsplätze zu erhalten. Es gibt auch erhebliche Auswirkungen auf andere Teile der Wirtschaft, da der internationale Tourismus und das Reisen nicht geöffnet sind. Dies wird sich auch auf den Status Südafrikas als regionales Zentrum und führendes afrikanisches Reiseziel auswirken, falls Nachbarländer und somit Wettbewerber ihre Grenzen schneller öffnen.

Gillian Saunders (bis 2018 Sonderberaterin des damaligen Tourismusministers, heute unabhängige Beraterin für Tourismus und Gastgewerbe) hat die Situation mit deutlichen Worten so beschrieben: 

Wenn die Regierung glaubt, dass sie nächstes Jahr aufwachen und den Tourismus wieder ankurbeln kann, um dringend benötigte Devisen zu beschaffen, dann erwartet sie ein böser Schock. Es wird keine Industrie mehr geben. Das ist völliger Wahnsinn.

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ILLEGALE ZIGARETTEN SIND «RENTABLER» ALS HEROIN

Schmuggler haben bereits ein umfangreiches Netzwerk für den Transport illegaler Tabakerzeugnisse im ganzen Land eingerichtet und so tauchen auch nach mehr als 100 Tagen Verkaufsverbot immer noch illegale Zigaretten in Spaza-Läden (kleine informelle Ladengeschäfte in den Townships) und Cafés auf.

Laut Experten werden illegale Zigaretten entweder von ausserhalb Südafrikas eingeschmuggelt oder heimlich im Inland hergestellt, weg vom Blick der Steuerbehörden (SARS). Und es ist ein sehr lukratives Geschäft. Das Rauchverbot während der Sperrung Südafrikas hat kriminellen Syndikaten bisher mindestens 6 Mrd. Rand eingebracht. Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass 90% der Raucher während der Sperrung Zigaretten gekauft haben. Dies trotz der Tatsache, dass die Preise für illegale Zigaretten in der Regel drei- bis viermal so hoch sind wie für eine normale Packung.

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TREFFE DEN DEUTSCHEN, DER GERADE 100 MILLIONEN RAND FÜR DEN CORONAVIRUS-KAMPF VON SÜDAFRIKA GESPENDET HAT

Vor wenigen Wochen gab der 76-jährige Hasso Plattner bekannt, dass seine Stiftung 100 Mio. Rand für den südafrikanischen Solidaritätsfonds gespendet hat.

Der Solidaritätsfonds konzentriert sich auf die Nahrungsmittelhilfe für kämpfende Südafrikaner sowie auf die Finanzierung und Organisation medizinischer Interventionen, einschliesslich der Beschaffung von persönlicher Notfallschutzausrüstung. Bisher hat der Fonds Spenden in Höhe von 2,6 Mrd. Rand erhalten. Plattner, dem mit seiner Frau Sabine das Fancourt Hotel in George gehört, engagiert sich seit langem in Südafrika.

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BIDVEST VERABSCHIEDET SICH VOM AUTOVERMIETUNGSGESCHÄFT

Im Anschluss an eine kürzlich abgegebene Erklärung, dass Bidvest alle seine Geschäftsbereiche überprüfen und die Betriebsgröße anpassen würde, hat Bidvest seinen Mitarbeitern mitgeteilt, dass es beabsichtigt, die Autovermietungsabteilung von Bidvest entweder zu verkaufen oder zu schließen.

Bidvest Autovermietung ist eine der grössten Autovermietungen im südlichen Afrika mit einer Flotte von 13 500 Fahrzeugen, die sich auf 120 Standorte in Südafrika, Namibia und Botswana verteilt.

In einem Brief an die Mitarbeiter wurde hingewiesen, dass etwa 50% der Einnahmen der Autovermietung aus Flugreisen stammten und dass die Aufnahme von Inlands- und Auslandsreisen entscheidend für die Erholung des Unternehmens gewesen sei. Zudem habe das Autovermietungsgeschäft bereits vor der Coronakrise nicht die Rendite erwirtschaftet, die den Anforderungen der Aktionäre entsprach.

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EILMELDUNG: SAA-RETTUNGSPALN DURCHGEZOGEN

Die SAA-Gläubiger stimmten am Dienstag mit überwältigender Mehrheit für die Rettung der Fluggesellschaft, nachdem das Department of Public Enterprises (Ministerium für öffentliche Unternehmen) den Prozess, wie einige Gläubiger es nannten, auf Eis gelegt hatte.

Zudem habe die Regierung ihre volle Unterstützung für die Finanzierung des Rettungsplanes bekundet. In den kommenden Wochen soll das Konzept der verkleinerten Flotte und deren Flugplan mitgeteilt werden.

Da sind uns Schweizer immer wieder die Erinnerungen an das Grounding der Swissair vor bald 20 Jahren und der Wiederauferstehung mit der Swiss vor den Augen.

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INTERESESSANTE TOURISMUS-UMFRAGE

Fast zwei Drittel der internationalen Reisenden sind bereit, unmittelbar nach der Aufhebung der internationalen Reisebeschränkungen oder innerhalb eines Jahres danach zu reisen, ergab eine Umfrage des südafrikanischen Tourismus (SA Tourism) zum internationalen Reiseverkehr.

Der Bericht folgt auf eine internationale Umfrage zum Verhalten von Touristen, die Aufschluss über die Reisevorlieben der Verbraucher nach dem 19. November gibt. Die jüngste Online-Stichprobenerhebung des Strategy Insights and Analytics (SIA)-Teams von SA Tourism hat die Meinungen internationaler Touristen eingeholt, die Südafrika in den letzten drei Jahren besucht haben.

Um zukünftige Muster und Trends zu verstehen, liefert der Bericht Daten über die Reisefreudigkeit der Touristen, das erste Reiseziel nach dem Covid-19, den Zweck der Reise, die Wahl der Unterkunft, die Wahl des Reisebegleiters, die Vorsichtsmassnahmen, die bei der Reise getroffen werden, die Gründe für den Wunsch, Südafrika zu besuchen, und die Trends der “Jahrtausendwende”.

Der Studie zufolge werden 45 Prozent der internationalen Touristen Reisen vermeiden, während weitere 45 Prozent dazu neigen, entweder wie in der Vergangenheit zu reisen oder mehr zu reisen. Die anderen 10 Prozent sind unschlüssig über ihre Reiseaussichten.