Newsletter – Februar 2021

Lieber Freund des südlichen Afrikas

Wie es scheint, hat die Berichterstattung in den europäischen Medien und auch das Verhalten der Politiker dazu beigetragen, dass man sich fürchtet ins südliche Afrika zu reisen. Wenn wir die aktuelle Situation in der Schweiz und Europa verfolgen und sehen, welche Massnahmen eingeläutet wurden um der Ausbreitung des Virus Herr zu werden, haben wir einige Mühe, um die Begründungen und vor allem den damit verbundenen Entscheiden nachvollziehen zu können.

Am 26. Dezember 2020 wurden auch in Südafrika neue Restriktionen eingeführt. Aufgrund der stark fallenden infektionszahlen hat Präsident Cyril Ramaphosa diese Woche verschiedene Lockerungen angekündigt. Per sofort sind alle Strände wieder geöffnet, von Montag bis Freitag darf wiederum von 10h00 bis 18h00 Alkohol verkauft werden, die Restaurants dürfen bis 22Uhr offenbleiben und Alkohol ausschenken und die Ausgangsperre wurde von 23h00 bis 04h00 angepasst. Konkret heisst das, dass hier das Leben praktisch wieder seinen geordneten Weg nimmt und man mit Maskenpflicht, Social Distancing und sich mit Händen waschen vor Ansteckungen schützen soll. Natürlich sind auch grosse Menschenansammlungen zu vermeiden.

In Mauritius ist das Einreiseverbot bis vorerst 31. März 2021 verlängert worden. Wenn man aber trotzdem den Weg nach Mauritius findet, dann steht eine Quarantäne von 14 Tagen in einem vom Staat verordneten Hotel an. Wir gehen davon aus, dass Mauritius höchstwahrscheinlich die Einreise zu einem späteren Zeitpunkt nur mit einem Impfpass genehmigen wird.

Seit Beginn der jährlichen Sommerferien der Südafrikaner von anfangs Dezember hat sich hier an der Garden Route das Wetter von seiner besten Seite gezeigt. Wir werden täglich ab rund halb sechs bis abends um halb acht mit Sonne und warmen Temperaturen verwöhnt. Zudem hat auch der Wind eine Pause eingelegt. Das sind mehr als perfekte Konditionen um unsere «Zwangsferien» mit einigen Reisen innerhalb des Landes zu versüssen. Mehr dazu in unserem heutigen Newsletter.

Wir können Dich nur ermuntern das nasskalte Grau von zuhause hinter Dich zu lassen und dafür hier einige erholsame, sonnige und warme Tage zu erleben. Tu Dir etwas Gutes und geniesse es am schönsten südlichen Ende dieser Welt. Und zum Schluss noch dies: Die Quarantänepflicht nach der Rückreise ist bekanntlich gekürzt worden.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Dich

Ruth & Walter

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SÜDAFRIKA HAT VIEL UNVERKAUFTEN WEIN – WIE WIRD ES WEITER GEHEN?

Vor dem Beginn der neuen Ernte in diesem Monat sind die südafrikanischen Weinproduzenten immer noch mit einer massiven Flut unverkaufter Weine im Land konfrontiert. Das langwierige Einfrieren der Verkäufe im Inland und das Exportverbot haben den südafrikanischen Weinproduzenten einen Überschuss von 280 bis 300 Millionen Litern beschert.

In diesem Zusammenhang belief sich der Gesamtabsatz von Wein in Südafrika bis Oktober auf 288 Millionen Liter. Laut neuen Daten des Branchenverbandes SA Wine Industry Information and Systems (Sawis), waren die lokalen Verkäufe in diesem Zeitraum um 21% niedriger als im Vorjahr. Die Nachfrage nach südafrikanischen Weinen aus Übersee reichte ebenfalls nicht aus, um die Flaute auszugleichen. Die europäische Nachfrage ist stabil, wächst aber definitiv nicht wie in der Vergangenheit, um das Gleichgewicht der südafrikanischen Lagerbestände wiederherzustellen.

Die Weinschwemme auf dem lokalen Markt setzt die Preise bereits unter Druck. Bei diesen niedrigen Preisen sollten die Weinproduzenten in der Lage sein, den Überschuss von 2020 auf das nächste Jahr zu verschieben – aber die grosse Frage ist, was mit der Ernte 2021 passieren wird. Ein grosser Teil der Ernte der weissen Trauben wird zu Traubensaft verarbeitet. Ein Teil des Alkohols könnte auch für die industrielle Herstellung verwendet werden, insbesondere zur Herstellung von Händedesinfektionsmitteln und anderen Reinigungsprodukten – wiederum zu Preisen, die die Weinproduzenten nicht retten wird.

Die Nachfrage aus Europa nach Weinen aus Südafrika wird auch nicht dazu beitragen, um den lokalen Überschuss auszugleichen. China dürfte ein Hoffnungsschimmer werden. Im vergangenen Monat schlug China im Rahmen eines angespannten und wachsenden Handelskrieges zwischen den Ländern Einfuhrzölle zwischen 107% und 212% für australische Weine. Australien ist der grösste Weinexporteur nach China, und die Akteure der lokalen Industrie glauben, dass dies den SA-Weinen eine Lücke geben wird.

Diese Aussicht wird jedoch nicht viele Weinproduzenten retten. Man geht davon aus, dass viele Weingüter in den nächsten 12 Monaten dicht machen müssen.  Es sind dies Insbesondere kleinere Güter, die auf den Weintourismus angewiesen sind und auch von Events wie Geburtstagsfesten oder Hochzeiten leben.

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SWISS UND LUFTHANSA MIT NEUEM PARTNER IN SÜDAFRIKA

Swiss hat einen neuen Interlining-Partner in Südafrika. Zusammen mit Lufthansa bietet sie mit der Fluggesellschaft Airlink rund 25 Inlandsziele in Südafrika an, darunter Bloemfontein, George, Upington, Skukuza, Nelspruit, Hoedspruit und Port Elizabeth sowie über 20 regionale Ziele im südlichen Afrika, wie Gaborone, Kasane, Vilanculos, Maun, Victoria Falls, Maputo, Windhoek, Harare, Lusaka, Ndola und Bulawayo. Swiss fliegt selbst nach Johannesburg. Airlink hat sich im vergangenen Herbst von der maroden South African Airways SAA losgelöst und gilt heute nach der Ethiopian Airlines als zweitgrösste Fluggesellschaft Afrikas. «Wir schätzen Airlink als wichtigen und verlässlichen Partner beim Neustart unserer Südafrika-Aktivitäten und freuen uns darauf, weitere Möglichkeiten zu prüfen, um den Umfang unserer gemeinsamen Zusammenarbeit auszuweiten», sagt André Schulz, General Manager Sales Southern and East Africa der Lufthansa Group laut afrikanischen Medienberichten.

Konkret können künftig also Kunden von Swiss und Lufthansa, welche in Johannesburg oder Kapstadt ankommen, problemlos und auf einem Ticket mit Airlink zu weiteren 45 Zielen in Südafrika bzw. im ganzen Südlichen Afrika reisen.

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QATAR AIRWAYS EXPANDIERT MIT MANGO PARTNERSCHAFT NACH SÜDAFRIKA

Gute Nachricht in diesen Zeiten. Qatar fliegt weiter ans Kap.

Qatar Airways hat ein Interline-Abkommen mit der inländischen Fluggesellschaft Mango unterzeichnet, um die Präsenz in Südafrika als grösste internationale Fluggesellschaft, die von der Region aus operiert, weiter auszubauen. Die Vereinbarung mit Mango bietet Passagieren eine nahtlose Verbindung über Johannesburg und Kapstadt zu einem internationalen Ziel in Tansania und sieben inländischen Zielen in Südafrika.

Die zusätzliche Liste der Ziele umfasst die Flughäfen King Shaka in Durban, George, Port Elizabeth, East London und Bloomfontein,

Mango sagte, dass die Fluggesellschaften im Rahmen der Partnerschaft ein Interline-E-Ticketing-Abkommen anbieten werden, das den Passagieren eine direkte Verbindung zu Zielen in Südafrika und Sansibar ermöglicht. Gäste können über eine Verbindung mit zwei verschiedenen Fluggesellschaften an ihr Ziel gelangen, indem sie einen Tarif bezahlen, wobei nur ein Ticket für beide Fluggesellschaften ausgestellt wird.

Qatar Airways bietet derzeit 19 wöchentliche Flüge zu drei wichtigen Zielen in Südafrika an. Kapstadt, Durban und Johannesburg. Die Fluggesellschaft bietet jetzt über 75 wöchentliche Flüge zu 23 afrikanischen Zielen an, die von einer Mischung aus modernen, treibstoffsparenden Airbus A350- und Boeing 787-Flugzeugen der Fluggesellschaft durchgeführt werden.

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RESTAURANT NEWS

Seit dem strikten Lockdown von März bis Juni 2020 und den anschliessenden jeweiligen Anpassungen der Öffnungszeiten, verbunden mit dem Verbot des Alkoholausschanks sowie dem inexistenten Touristenstrom haben vielen Restaurants und deren Besitzern zugesetzt. Viele Häuser sind temporär oder werden für immer geschlossen bleiben.

Die neueste permanente Lockdown Restaurant Closure-Liste umfasst 89 Restaurants in Kapstadt und den Winelands. Dazu gehören u.a. auch Balducci’s und Belthazar an der Waterfront.

In Stellenbosch ist es das Terroir, Wijnhuis und Bodega bei Dornier.

In Somerset West sind es Waterkloof, 95 @Morgenster und das Seven.

Vorübergehende Schliessungen umfassen in Kapstadt Chef‘s Warehouse & Kantine in der Bree Street, La Mouette in Sea Point und auch das Greenhouse in Cellars-Hohenhort.

In Mossel Bay verschwand Route 57, in Wilderness das Flava und in Knysna sind es Olive Tree, JJ’s und Pembreys.

Natürlich gibt es in einer solchen schwierigen Zeit auch mutige Restaurateure, die ihren neuen Weg versuchen. Wir werden Dich im Verlaufe der kommenden Monate diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

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STELLENBOSCH WILL DIE ERSTE STADT OHNE STROMABSCHALTUNGEN WERDEN

Die Gemeinde Stellenbosch untersucht Möglichkeiten, um ihre eigene Stromversorgung zu sichern und die erste Stadt zu werden, die frei von Stromabschaltungen ist. Dies geschah, nachdem eine Gesetzesänderung im Oktober 2020 es den Kommunen ermöglicht hatte, zu untersuchen, wie sie ihren eigenen Strom erzeugen können.  Da aufgrund der Energiekrise in Südafrika häufig Stromausfälle und Lastabwurf im ganzen Land auftreten, ist es für die Kommunen unerlässlich geworden, alternative Energiequellen zu untersuchen.

Die Gemeinde beantragte am 27. Januar eine Untersuchung zur Nutzung und Erzeugung einer alternativen Stromversorgung. Die Entscheidung bedeutet, dass Stellenbosch möglicherweise die erste Gemeinde des Landes ist, die den Lastabwurf nach der Verkündung der Bestimmungen des Elektrizitätsverordnungsgesetzes im Oktober 2020 beseitigt. Das Gesetz ermöglicht es den Kommunen, Methoden zur Erzeugung ihres eigenen Stroms und zum Kauf von Strom von unabhängigen Stromerzeugern (IPP) zu untersuchen.

Während der Kampf gegen den Lastabwurf noch einen langen Weg vor sich hat, markiert die heutige Entscheidung den offiziellen Beginn einer Reise für die Gemeinde Stellenbosch, die in Energieunabhängigkeit und langfristiger Energie-Nachhaltigkeit gipfeln kann. Die Gemeinde wird das ihr zur Verfügung stehende Fachwissen nutzen, um die Untersuchung zu unterstützen, zu der „einige der klügsten Köpfe des Energiesektors“ gehören. Es werden im Rahmen der gemeinsamen Untersuchung brillante interne Forschungseinrichtungen, Experten der Universität Stellenbosch, des Rates für wissenschaftliche und industrielle Forschung (CSIR) und der Regierung von Westkap eingesetzt werden.

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FORD INVESTIERT 15.8 MRD RAND IN SUEDAFRIKA UND SCHAFFT WEITERE 1200 NEUE ARBEITSPLÄTZE

Die Ford Motor Company will seine Präsenz in Südafrika verstärken und plant, in den kommenden Jahren 15,8 Mrd. R zu investieren und 1.200 Arbeitsplätze zu schaffen.

Diese Investition ist die grösste, die der US-Autohersteller in seiner 97-jährigen Geschichte in Südafrika getätigt hat, teilte die Gruppe in einer Pressekonferenz am 2. Februar mit. Ford sagte, dass die Produktionsinvestitionen in die Produktion seines Ford Ranger Bakkie fliessen werden – eines der meistverkauften Fahrzeuge in Südafrika. Die erweiterte Produktion wird 1.200 Arbeitsplätze bei Ford in Südafrika schaffen, die lokale Belegschaft auf 5.500 Mitarbeiter erhöhen und geschätzte 10.000 neue Arbeitsplätze im gesamten Lieferantennetzwerk schaffen. Ford sagte, dass es auch beabsichtigt, sein Silverton-Werk in Pretoria bis 2024 vollständig energieautark und klimaneutral zu machen.

Diese Investition wird die südafrikanischen Aktivitäten weiter modernisieren und ihnen helfen, eine noch wichtigere Rolle bei der Trendwende und dem Wachstum der globalen Automobilaktivitäten sowie bei der strategischen Allianz mit Volkswagen zu spielen. Der Ford Ranger ist eines unserer volumenstärksten und erfolgreichsten Fahrzeuge weltweit. Diese Investition wird das Team mit den Werkzeugen und Einrichtungen ausstatten, um den besten Ford Ranger aller Zeiten in höherer Anzahl und mit überlegener Qualität zu liefern.

Bei der gleichen Veranstaltung sagte Präsident Cyril Ramaphosa, dass das Land eine gut entwickelte Automobilindustrie mit fortschrittlichen Fertigungskapazitäten, entsprechend qualifizierten Arbeitskräften und Zugang zu wachsenden Märkten habe. Dies wird dazu beitragen, die Produktionsbasis des Landes zu erweitern und zu transformieren, seine Exportkapazität zu verbessern, Arbeitsplätze zu schaffen und Fähigkeiten zu entwickeln.

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SÜDAFRIKA HAT EINIGES ZU BIETEN – UNSERE LETZTEN EINDRÜCKE

Wir haben den Eindruck, dass die europäischen Medien sich auf Südafrika eingeschworen haben und praktisch nur schlechte Nachrichten verbreiten. Es wird von überfüllten Spitälern wie auch von Massenbeerdigungen gesprochen. Richtig ist, dass die Anzahl der getesteten Personen im Vergleich zu anderen Nationen tief ist. Bei einer Bevölkerungszahl von 60 Millionen sind bis anhin 8.5 Millionen Tests gemacht worden. Knapp 1.5 Millionen Personen waren infiziert, per heute liegt die Zahl der Toten bei 44’000 und die Anzahl der offenen Fälle noch bei rund 90’000. Zahlen, die im Vergleich zu einigen europäischen Staaten mehr als nur tief bezeichnet werden können. Aber solche Informationen wie auch diejenige über leere Betten in den Intensivstationen und dass die Kliniken wieder alle Operationen an kranken Menschen durchführen, finden kein Gehör in Europa.

Dies hat für uns eine positive wie auch negative Seite. Einerseits ist das Geschäft praktisch zum Stillstand gekommen und andererseits gibt es uns Zeit das Land zu erkundigen. Hier einige Eindrücke von unserem letzten Abstecher nach Gauteng, Limpopo und Mpumalanga.

Anfang Januar stand Johannesburg als erste Station auf dem Programm. Hier waren wir Gäste im privaten The River Club inmitten der Grossstadt. Dieser Club – Präsident Cyril Ramaphosa gehört unter anderem zu seinen Mitgliedern – hat uns aufgezeigt, wie man unter einer straffen Führung seinen Mitgliedern einen mehr als nur gepflegten Platz anbieten kann. Wir haben mit dem Manager ein spezielles Abkommen, um unseren Kunden eine unvergessliche Runde Golf anzubieten. Nach 18 Löchern kann man sich auf der Terrasse des Clubhauses erholen und entspannen, denn der Zugriff auf das Mobile ist nicht gestattet!

Blair Atholl – das Heim von Gary Player, dem wohl bekanntesten südafrikanischen Golfer – war unsere zweite Station. Der Platz mit seinen 7500 Metern gilt als einer der längsten der Welt und verfügt über 11 Löcher mit Wasserhindernissen. Leider mussten wir unser Spiel an Loch 12 aufhören, da ein Gewitter so stark war, dass innert Minuten alle Greens überflutet wurden. 30 Minuten später war der Spuk vorbei, doch der Platz blieb geschlossen. So dürfen wir uns auf eine baldige Wiederholung der Runde in diesem Kleinod gleich in der Nähe des Flughafens Lanseria freuen.

Übrigens, logiert haben wir ein weiteres Mal im The Peech Hotel in Melrose. Eine nette, kleine Oase, perfekt gelegen, um den einen oder anderen Golfplatz in wenigen Minuten zu erreichen.

In Pretoria haben wir am Tag darauf bei sehr heissen Temperaturen den Silver Lakes Golfplatz gespielt. Besonders seine zwei Wasserlöcher auf der 9 und 18 machten uns einige Schwierigkeiten. Dennoch hat uns die Runde mit zwei jungen, talentierten südafrikanischen Burschen Spass gemacht.

Danach ging unsere Reise in die Provinz Limpopo. Die im Norden des Landes an Botswana, Simbabwe und Mosambik angrenzende Gegend besticht vor allem durch den Bergbau und die Landwirtschaft. Das markante Profil der Agrarwirtschaft mit ihren etwa 170 Grossbetrieben wird durch die reiche Obst- und Gemüseproduktion geprägt. Es werden hier 75 % des landesweiten Aufkommens an Mangofrüchten, 65 % an Papayas, 36 % des Tees,  25 % an Zitrusfrüchten, Bananen und Litchifrüchten, 60 % der Avocados sowie zwei Drittel seines Tomatenaufkommens angebaut und geerntet. Die Jahresmenge der hier produzierten Kartoffeln liegt bei 285.000 Tonnen. Weitere Agrarprodukte sind Kaffee, Nüsse, Guaven, Sisal-Agaven, Sonnenblumen, Mais, Weizen, Nutzholz, Baumwolle und Tabak. Eine mehr als nur grüne Gegend.

Golferisch begann es in Bela Bela mit Zebula. Dort wurden wir vom Wildlife auf dem Platz begrüsst. Dann war Euphoria an der Reihe. Dies ist der einzige von der legendären schwedischen Proette Annika Sörenstam gezeichnete Platz in ganz Afrika. Insbesondere für die Männer ist der Platz sehr anspruchsvoll, da die Distanzen von den Abschlägen bis auf das Fairway bei vielen Löchern ganz ordentlich lang sind. Zudem waren die Roughs wegen des defekten Mähers nicht geschnitten. Für die nicht immer gerade spielenden Männer also ein weiterer Schwierigkeitsgrad, insbesondere wenn man den Ball im hohen Rough nicht mehr findet.

Den Abschluss machte das Elements Private Golf Reserve. Der von Peter Matkovitch gezeichnete Platz besticht vor allem durch die Harmonie mit der Natur. Ein traumhafter Platz abseits vom Lärm, der wahrlich zu den besten des Landes gehört. Für die Anreise ist es sehr wichtig über ein gutes Fahrzeug zu verfügen. Am besten nur einen SUV, fährt man doch rund 20 Kilometer auf einer Schotterstrasse bis man das Estate erreicht.

Ausgespannt haben wir uns dann in Hoedspruit, in der Unembeza Lodge. Genossen haben wir das grossartige Ambiente, den hervorragenden Service, die feine Küche und vor allem die erholende Ruhe. Mit einem Abstecher in den nahe gelegenen Blyde River Canyon und zur Panorama Route haben wir uns dann ein weiteres Mal über die Schönheiten Südafrikas erfreuen dürfen.

Die Fahrt führte uns dann weiter nach White River in Mpumalanga. Dort haben wir uns im Oliver’s verwöhnen lassen. Ein hervorragender Service und vor allem darf die kulinarische Seite nicht vergessen werden. Die in Südafrika geborene Österreicherin Tanja Ruf hat dieses Haus vor 20 Jahren aufgebaut und führt es weiterhin mit viel Liebe und Charme.

Auf der golferischen Seite mussten wir feststellen, dass die COVID-19-Pandemie die Einnahmequellen des Platzes in White River versiegt hat. Bleibt nur zu wünschen, dass dieser oft als südafrikanischer Augusta bezeichnete Platz bald wieder auf die Beine kommt.

Leopard Creek war unsere nächste Station. Bei 38 Grad haben wir entschieden auf den Golfcart umzusatteln, um diesen fantastischen Platz am Crocodile River geniessen zu können. Ja, und wie wir ihn genossen haben. Der Platz gehörte uns fast allein. Dieses Prachtstück von Gary Player besticht immer wieder von seiner Platzpflege und seinen Leopard-Skulpturen an den Abschlägen.

Die Kleinstadt Dullstrom war der Abschluss unserer golferischen Reise. Der Ort wird wegen seines Klimas und der natürlichen Gegebenheiten als Scotland’s Only Outpost in Africa (deutsch: Schottlands einziger Aussenposten in Afrika) bezeichnet. Zudem gibt es hier eine Whisky-Bar mit einer sehr grossen Auswahl. Dullstroom gilt als einer der bedeutendsten Anziehungspunkte für Interessenten des Fliegenfischens in Mpumalanga. Nebenbei hat Ernie Els vor wenigen Jahren einen wunderschönen Golfplatz gezeichnet, der zu den besten des Landes gehört, der Highland Gate Golfplatz.

Dann führte uns der Weg zurück nach Gauteng, wo wir noch einen Zwischenstop machten im Anton Smit Sculpture Park in Bronkhorstspruit. Der heute weltweit bekannte südafrikanische Bildhauer hat in der Nähe seines Heimatortes eine Oase seines künstlerischen Schaffens erstellt, die jedem zugänglich ist. Die Werke seines Sohnes Lionel, der ebenfalls weit über die Grenzen Südafrikas bekannt ist, können in seinem Studio in Somerset West besichtigt werden.

Wenn der Abstecher nach Südafrika nicht nur Kapstadt und die Garden Route sein soll, dann können wir Dir eine Reise in den Norden Südafrikas nur empfehlen. Du wirst erstaunt sein, was dieses Land alles zu bieten hat.